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Valentins Geburt 2018

Am Samstag Abend, dem 17.3.2018 hab ich schon immer wieder heftige Rückenschmerzen gehabt, aber es fühlte sich noch nicht an wie eine Wehe. Um 23 Uhr aber dann das erste Mal. Die Schmerzen kamen immer in einem Intervall von 45 Sekunden, waren aber noch erträglich. Kate und ich lagen in meinem Bett und wir hatten noch eine Folge Elementary geschaut. Wir mussten aber immer wieder auf Pause drücken, weil ich gar nicht zuhören könnte als eine Wehe kam. Innerlich haben wir uns natürlich mega gefreut! Wir wussten es geht auf jeden Fall jetzt los. Es ist ein Tag über dem Entbindungstermin, also kann man hier nicht mehr von Vorwehen sprechen.

Es wurde nicht intensiver, also ist Kate wieder nebenan zu meiner Mama gegangen und meinte sie würde sich mal hinlegen, ich soll mich aber melden wenn sich was tut.

Habe mich dann auch wieder hingelegt und bis 1 Uhr morgens noch Wehen gespürt, dann bin ich eingeschlafen. Ich muss allerdings diesen Wehenschmerz in meinen Traum integriert haben, weil ich dann um 3:45 Uhr aufgewacht bin und schon das Gefühl hatte die ganze Zeit zu leiden.
Habe die immer stärker werdenden Wehen dann noch eine Stunde ertragen, um sicher zu sein, dass ich im Krankenhaus nicht wieder nach Hause geschickt werde. Um kurz vor 5 habe ich meinen Mann geweckt, der dann erstmal gleich auf der Arbeit angerufen hat, um Bescheid zu sagen, dass er nicht kommen würde. Er hat sich dann angezogen und eine weitere Stunde später bin ich dann nebenan zu meiner Mama gegangen, um Mama und Kate zu wecken. Beide sind dann gleich aufgesprungen, haben sich fertig gemacht und dann sind wir los. Letztendlich waren wir dann um 7 Uhr im Krankenhaus.

Ich wurde erstmal an das CTG angeschlossen, an dem schon Wehen verzeichnet wurden, jedoch noch keine Wehen die in Kürze auf eine Geburt hinwiesen. Hmm deprimierend dachte ich nur, aber ich wollte nicht nochmal nach Hause. Das war mir dann zu kritisch, nicht dass es urplötzlich Presswehen gibt und ich dann nicht mehr schnell genug zurück ins Krankenhaus kommen würde 😅

Dann wurde ich zum Ultraschall gebeten. Plötzlich kommt eine sehr überraschte Frage: Frau D., Sie wissen aber schon, dass ihr Baby nicht in Geburtslage liegt, oder?
Ich war völlig perplex. „Wie??“
Vor 5 Tagen bei der letzten Kontrolle beim Frauenarzt war alles bereit. Köpfchen im Becken.
Der kleine Frechdachs muss sich dann wohl ziemlich spontan noch entschieden haben, eine Drehung zu veranstalten, sodass wir eine Beckenendlage hatten.

Die Frauenärztin im Krankenhaus hat sich davon gar nicht irritieren lassen und mir Mut gemacht, dass das alles zu schaffen sei. Ich war aber völlig fertig mit den Nerven, damit habe ich nicht gerechnet. Dann noch ein geschätztes Gewicht von 4400 Gramm.

Ich war wirklich den Tränen nah und absolut überfordert.

Die Oberärztin kam dann um 8:30 rein, um mir alles zu erklären. Sie sagte mir, dass sie jetzt um 9 Uhr Feierabend hat, sollte ich mich für die natürliche Geburt entscheiden, müsse sie erstmal telefonieren, ob eine andere Ärztin vor Ort ist, die solche Geburten durchführen kann. (Macht wohl in diesem Krankenhaus einfach nicht jede Ärztin, da der Eingriff Erfahrung mit sich bringen muss.)

Ich wurde dann mithilfe einer Puppe aufgeklärt, wie die natürliche Geburt aussehen würde. Das Baby ist quasi „zusammengeklappt“ und der popo kommt zu erst raus. Die Beine sind am Oberkörper und die Füße dann am Kopf.
Klingt schonmal absolut unnatürlich für mich.
Es kann passieren, dass Babys sich in letzter Sekunde entscheiden die Beinchen zu strecken und somit die Füße zu erst raus kommen und dann den Geburtskanal nicht weit genug öffnen, sodass der Kopf keinen Platz hat und sogar ggf. stecken bleiben kann.

Alles Szenarien die laut Statistik super selten vorkommen, aber wer sagt mir denn, dass ich nicht genau in die 3% falle, denen es passiert?

Dann hat die Ärztin mich über einen Kaiserschnitt aufgeklärt, über den ich auch einfach gar nicht informiert war, da ich nach 2 super entspannten natürlichen Geburten, auch diesmal eine natürliche Geburt geplant habe. Da hätten mich bei der normalen Lage mit dem Kopf im Becken, auch die 4400 Gramm nicht abgeschreckt. Wir Frauen sind dafür gemacht Babys zu bekommen und es ist schließlich mein drittes Kind. Kein Ding der Unmöglichkeit.

Jedoch war ich so verzweifelt wegen der Beckenendlage, dass ich mir das selbst einfach nicht zugetraut habe.
Die Ärztin sagte noch, bei der natürlichen Geburt ist es ganz wichtig auf die Anweisungen zu hören. Sobald die Ärztin und Hebamme sagen, dass ich mich in die Hündchenstellung begeben muss, soll ich das auch machen. Damit die Schwerkraft das Baby quasi von allein rausbringt.
Aber ich kenne mich zu gut. In dem Moment hat auch Markus schon den Kopf geschüttelt, was so viel hieß wie, neee ich kenne meine Frau, das macht sie nicht.
Wenn ich Schmerzen habe, bin ich der letzte Mensch der sich noch zu einer Position zwingen lässt. Ich muss dann so liegen wie ich das will.

Ich habe mich dann innerlich schon für den Kaiserschnitt entschieden, obwohl ich auch hier Angst hatte. Panische Angst. Meine letzte OP lag 20 Jahre zurück und da hatte ich eine Vollnarkose als Kind.

Jetzt plötzlich bekomme ich alles mit. Ich hatte so Angst, aber ich habe mich mit dem Entschluss besser gefühlt, als wenn ich es nachher probiert hätte, unendlich leide und am Ende doch noch ein Notkaiserschnitt draus wird. Das hätte ich nicht verkraftet.

Die einen hätten sich diese natürliche Geburt zugetraut, ich aber nicht. Mein Körper, meine Entscheidung. Letztendlich kenne ich jetzt den Unterschied und würde immer immer immer wieder zu einer natürlichen Geburt raten. Ich kann gar nicht verstehen, wie man sich einen Kaiserschnitt wünschen kann. Aber gut, dazu kommen wir gleich.

Ich wurde dann in den Kreißsaal gebracht, dort habe ich mir Thrombosestrümpfe und ein schickes OP Hemd übergezogen und wurde im Bett in den OP gebracht.
Diese Erfahrung war so nervenaufreibend für mich, anders kann ich es nicht beschreiben.

Da ich mich vorher nie mit dem Thema befasst habe, war alles so neu für mich.

Ich bekam die Rückenmarksspritze und mein Popo wurde ganz warm. Danach spürte ich noch ein kribbeln in den Beinen und schon wurde ich auf den Rücken gelegt.
Im nächsten Moment haben die Schwestern meine Beine einfach hochgelegt, wie bei einem Gynäkologen Stuhl und ich habe zugesehen, als ob da fremde Beine drauf gelegt werden. Absolut verrückt, dass ich das in keinsterweise gespürt habe.
Links und rechts wurden meine Arme „festgeschnallt“. Links der Zulauf, rechts das Ding womit Puls und Sauerstoffsättigung gemessen werden.

Mir wurde soo schummrig, ich hatte das Gefühl kaum noch atmen zu können. Mein Blutdruck ist so dermaßen in den Keller gesackt, dass ich mich übergeben musste. Ich konnte lediglich meinen Kopf nach links drehen und hab versucht rauszulassen, was raus musste.

Die Anästhesistin hat mich dann ganz lieb beruhigt und meinen Mann zu mir gebracht. Er war in seiner OP Kleidung an meiner rechten Hand über mir und hat mir ganz tief in die Augen geschaut und mir richtig Mut zugesprochen.
Da er eine Brille getragen hat, ist diese durch den Mundschutz immer wieder beschlagen. Ich habe mich so unglaublich darauf konzentriert, dass die Brille immer wieder beschlägt und ich dann wieder seine Augen sehen konnte.

Plötzlich fühlte es sich an, als ob man mir über meinen Bauch mit irgendwas rollt. Ich hab sofort Panik bekommen, weil ich das ja spüren konnte. Ich wurde sofort beruhigt, das war wohl eiskalt, ich habe lediglich den Druck gespürt aber keine Schmerzen. Druck würde ich wohl die ganze Zeit über spüren.

Dann wurde auf meinem Bauch rumgedrückt und plötzlich sagt die Anästhesistin „Ohh da haben wir schon das erste Füßchen! Und da kommt noch der Popo hinterher“
Sie waren also schon dabei mein Baby zu holen, Wahnsinn, das glaub ich grad nicht.
Ich musste meinen Mann anschauen und in seinen ruhigen Augen irgendwie selbst Ruhe finden. Dieses Gefühl und was da passiert war so eigenartig, ich wusste nicht wie ich damit umgehen sollte.

4 Minuten später war schon alles fertig.

„Herzlichen Glückwunsch, ein richtiger Wonneproppen“

Omg 😨😨😨 mir fiel so viel Last auf einmal ab, dass ich richtig weinen musste.

Ich hörte mein Baby schon schreien, aber konnte ihn nicht nehmen, das war dann das nächste was mein Herz zerbrochen hat.

Er wurde mir dann ganz kurz ans Gesicht gelegt, konnte ihn nicht mal anfassen, nur kurz küssen und schon mussten sie ihn wieder nehmen, weil es sonst zu kalt wäre.

Sie haben meinen Mann gefragt, ob er bei seiner Frau oder seinem Kind bleiben möchte, ich habe ihm aber die Entscheidung direkt mal abgenommen und gesagt er soll mit dem kleinen mitgehen. Das ist ja nicht nur für die Mama eine psychische Belastung, sondern auch fürs Baby, nicht gleich bei Mama zu sein.

Die OP ging dann noch gefühlt 30 Minuten. Wie lange genau weiß ich nicht mehr, aber es fühlte sich für mich an wie eine Ewigkeit.

Dann wurde ich wieder nach oben in den Kreißsaal gebracht, in dem ich noch 3 Stunden zur Beobachtung sein musste.

Dank der Betäubung ging’s mir auch richtig gut und Valentin und ich haben ganz ganz viel gekuschelt 😍😍😍

Ich musste mir selbst erzählen, dass ich einfach jetzt drei Kinder habe! ICH! Wahnsinn!

Meine Schwester und meine Mama waren mittlerweile auch wieder da und haben sich sooo gefreut Valentin kennenzulernen.

Clare kam dann auch noch kurz vorbei, leider nicht so lange, aber das war in dem Moment kein Problem, da meine Betäubung nachgelassen hatte und ich mit höllischen Schmerzen konfrontiert wurde.

Ich konnte plötzlich gar nichts mehr. Nicht mal meinen Po anheben, um meine Position im Bett zu verändern. Valentin halten ging kaum noch. Oh Hilfe mit solchen Schmerzen hatte ich nicht gerechnet!

Als ich dann aufs Zimmer gebracht wurde, sind die Schmerzen stärker und stärker geworden. Ich war völlig überfordert, aber klar, da wurde schließlich der Bauch aufgeschnitten, um mein Baby rauszuholen und anschließend wieder zugenäht. Das ist eine richtige OP.

Was ich aber viel schlimmer an der ganzen Geschichte finde, ist diese Distanz zu meinem Baby. Erst direkt nach der Geburt, dass ich ihn nicht gleich nehmen konnte und dann der Schmerz, dass ich ihn nicht ununterbrochen kuscheln konnte.

Es war dennoch die richtige Entscheidung für mich in dieser Situation einen Kaiserschnitt zu machen, aber wenn die Position des Babys stimmt, würde ich nie freiwillig einen Kaiserschnitt machen. Also wenn sich noch ein viertes Kind auf den Weg machen sollte, würde ich trotz des Kaiserschnitts jetzt, eine natürliche Geburt versuchen.

Das gehört für mich zum Mama werden einfach dazu. Der ganze Prozess ist für Mama und Baby so wichtig und es geht einem nach der Geburt einfach schneller wieder gut.

Ich liege jetzt im Krankenhaus an Tag 3 und so langsam kann ich 4-5 mal auf die Toilette gehen. Ich bin einmal den Gang runter gelaufen und ich habe geduscht. Mehr habe ich nicht geschafft heute. Es ist alles super anstrengend, es fühlt sich jetzt an wie der schlimmste Muskelkater meines Lebens und die Narbe brennt die Feuer. Das ist so schmerzhaft und dagegen hilft nichtmal wirklich eine Schmerztablette.
Dennoch weiß ich, dass ich all das in ein paar Tagen schmerzfrei hinter mir lasse und meinen Mama Alltag dann endlich so richtig beginnt. Ich bin trotz allem dankbar, dass es überhaupt die Möglichkeit eines Kaiserschnitts gibt, denn wenn das gar nicht Plan B gewesen wäre, weiß ich nicht wie ich das ganze auf natürliche Art geschafft hätte.

Alles hat seine positiven und negativen Seiten und ich freue mich für jede einzelne Frau, die kaum unter einem Kaiserschnitt leidet. Man darf ja nicht vergessen, dass jeder Mensch unterschiedlich ist, eben auch unterschiedlich schmerzempfindlich. Ich bin definitiv sehr schmerzempfindlich und kaum belastbar in dem Punkt. Für mich hatten die zwei natürlichen Geburten auch ihren Nachteil, wegen des Dammrisses. Das war auch nicht schön und der Toilettengang war zwei Wochen lang die reinste Qual.

Am Ende geht alles vorbei und es hat sich gelohnt zu leiden, denn wir haben ein neues Leben auf die Welt gesetzt.

Morgen werden Emilia und Gabriel ihren Bruder Valentin kennenlernen. Vorher ging es weder mir gut genug dafür, noch den Kindern.
Beide haben Fieber bekommen und schleppen eine ordentliche Erkältung mit sich rum.

Jetzt sieht die Welt schon besser aus und ich bin ganz gespannt, wie die beiden reagieren werden.

Tag 7 nach der Geburt:

Mittlerweile haben natürlich auch Gabriel und Emilia ihren Bruder kennengelernt, aber das beschreibe ich nochmal separat.

Meine Schmerzen sind nach wie vor da, aber es wird jeden Tag besser. Das aufstehen fällt mir noch schwer und ich gehe langsam durch die Wohnung. Die Narbe brennt auch immer noch wie Feuer, aber nicht mehr ganz so stark.

Nach 10 Tagen ist alles so langsam verblasst, ich konnte wieder aufstehen, ab und zu hat es hier und da noch gezwickt, aber ich habe mich wieder wie ein Mensch gefühlt.

Jetzt 14 Tage nach der Geburt ist alles wieder gut. Keine Schmerzen mehr, der richtige echte Alltag kann beginnen 🙂

18 comments

  1. Das du dein Baby nur kurz zu Gesicht bekommen hast ist aber traurig und auch sehr selten . Eigentlich wird einem das Baby auch nach Kaiserschnitt erstmal ein paar Momente auf die Brust gelegt für die Bindung . Schade das das bei dir im Krankenhaus nicht gemacht wurde – das ist aber nicht die Regel .

    1. Das kann man wahrscheinlich vorher nicht wissen wie das gehandhabt wird 😢 bzw. für mich war Kaiserschnitt einfach keine Option vorher, deshalb habe ich mich mit dem Thema nicht auseinander gesetzt. Sonst hätte ich mich vielleicht vorher informiert 🙈

      1. Meine erste Tochter habe ich auch (leider) per Kaiserschnitt entbunden. Ich habe sie auch nur kurz gesehen und ihr einen Kuss geben können. Meine Arme waren auch noch fest geschnallt. Und dass ich mich nicht gut alleine um sie kümmern konnte hat mich auch echt traurig gemacht. Bei jedem Anlegen oder Wickeln musste ich nach den Schwestern klingeln, wenn kein Besuch da war. . Bei der Kleinen hatte ich dann eine natürliche Geburt und konnte direkt kuscheln und mich alleine kümmern 😊

    2. Ja so wars bei mir auch, er durfte ein wenig bei mir bleiben. Es kommt wohl darauf an ib das Krankenhaus ein Babyfreundliches KH ist, dazu brauchen sie ein Zertifikat. Das Bonding wird dann ganz anders unterstützt.

  2. Oh man ich hatte fast dasselbe durchgemacht. Mein 2. war auch 4.400 und hat sich zum Schluss in Beckenendlage gedreht und hatte Panik vor BEL Geburt und Kaiserschnitt. Gott sei dank hat er sich kurz vor Termin doch noch gedreht, keine Ahnung wie,bei dem Gewicht 😂😂😂, und dann würde direkt eingeleitet und es war eine normale Geburt aber dein gefühlschaos kann ich voll verstehen
    Alles liebe euch 😘

  3. Oh Gott ich bekomme richtig Gänsehaut wenn ich das lese!! Nochmal herzlichen Glückwunsch zu eurem kleinen Mann. Egal auf welchem Weg, eine Geburt ist einfach immer wieder ein Wunder ♥️

  4. Ich weiß wie du dich gefühlt haben musst. Ich hatte grünes Fruchtwasser und meine kleine hat reichlich eingeatmet Davon. Ich konnte erst 4 Stunden nach Geburt zu ihr und dann nur ihre Hand halten weil sie an Geräte angeschlossen war. Erst einen Tag später konnte ich Endlich mal kuscheln. Aber nun ist alles super . Und du hast deine kleine Familie komplett um dich zu Hause und kannst alles nach holen. Herzlichen Glückwunsch:)

  5. Also ich hatte auch 2 KS u mir wurden meine Mädels nur kurz gezeigt. Der OP Saal ist ja auch viel zu kalt für die kleinen, deshalb werden sie so schnell wie möglich raus gebracht.

  6. Dass du so eine Erfahrung machen musstest bezüglich des Ks, ist traurig 🙄 ich finde aber, jede Mami soll sich so entscheiden, wie sie es am Besten für sich findet. (bezieht sich auf die Aussage “Verstehe nicht, wie man freiwillig sich für einen Ks entscheiden kann). Jeder empfindet das natürlich anders! Aber ich persönlich finde, selbst das sollte man nicht verurteilen 😊

  7. Liebe Kim, ich verstehe dein Handeln und deine Ängste komplett! Ich gehöre leider zu den 3%, denn mein Sohn Ben kam mit den Füßen voran und alles endete dann in einem Notkaiserschnitt mit Vollnarkose! Jeder wünscht sich eine natürliche Geburt, aber manchmal lässt es die Natur einfach nicht zu! Und jetzt 4 Monate später ist es doch sowas von egal, wie er gekommen ist! Hauptsache die kleinen Wunder sind da! Und die Schmerzen gehen auch bald weg! 🙂 hast du auch ein Taubheitsgefühl? Alles liebe

  8. Liebe Kim 🙂 ich bin Hebammenschülerin und finde es wahnsinnig interessant den Vorgang der Geburt – egal ob spontane oder Kaiserschnitt – so detailliert aus der Sicht einer Mutter geschildert zu bekommen, danke dafür! 🙂 schön, dass alles gut gegangen ist. ich wünsche euch alles beste!

  9. Ich hatte bei meinem ersten Sohn auch einen Kaiserschnitt aufgrund BEckenendlage… allerdings dürfte ich ihn direkt im OP kuscheln während ich noch genäht wurde. Dazu wurde er mir einfach auf meinen Bauch in eine Art ctg-Gurt gepackt, den ich vor der Op angezogen habe und mit Handtüchern zugedeckt. meinen zweiten Sohn könnte ich zwei Jahre später ganz natürlich auf die Welt bringen… ich würde mich auch immer wieder für eine natürliche Geburt entscheiden.
    Euch alles gute!

  10. Wahnsinnig bewegend! Es tut gut zu lesen, dass es anderen Müttern mit dem Kaiserschnitt auch so ging! Es ist schrecklich wenn man das Baby nicht direkt bekommt und nur kurz sehen kann. Ich wünsche Euch noch eine ganz tolle Zeit 💙

  11. Liebe Kim,

    ich finde es interessant zu hören, dass es auch anderen Müttern so geht. Mein Sohn musste in der 29. SSW per Kaiserschnitt auf die Welt geholt werden, ich habe den Kaiserschnitt auch als sehr schlimm empfunden, mein Kreislauf ist ebenfalls mehrfach total in den Keller gegangen, das Gefühl wie an mir rum „geröpt“ wurde war grauenhaft und ich habe während dessen eine Panikattacke bekommen, alle im OP waren super lieb trotzdem habe ich die Situation als sehr schlimm empfunden.

    Leider habe ich meinen Sohn nach der Geburt weder sehen können noch hat er geschrieben was das ganze vermutlich für mich noch schlimmer gemacht hat. Ich habe meinen Sohn neun Stunden später das erste mal auf der Intensivstation sehen können und ihn leider erst Tage später das erste mal auf den Arm nehmen können. Heute ist er 1 1/2 und ein kleiner Strahlemann!

    Ich habe heute noch Nachwirkungen von Kaiserschnitt und würde wenn möglich auch nie wieder per Kaiserschnitt entbinden.

    Ich wünsche euch einen tolle Zeit mit dem Wurm.

  12. Ich hatte auch einen Kaiserschnitt weil es nach 13 Stunden starken Wehen einfach nicht vorangegangen ist.
    Ich bekam aber sofort meinen Sohn auf die Brust und er wurde mir auch nicht mehr genommen.😊

    Ich wünsche euch alles gute mit dem kleinen Wurm ☺

  13. Mein jüngster war auch in BEL und ich habe mich auch für einen KS entschieden undzwar mit einer Vollnarkose. Man wollte mich zur Rückenmarksnarkose überreden,habe sie abgelehnt.Letzt endlich wurde ich in Vollnarkose vom Chef persönlich operiert nach einer neuen Methode in der die Bauchdecke gerissen wird statt sie zu schneiden.Ich bin so froh das ich diesen Weg gegangen bin,denn nach zwei Tagen konnte ich aufstehen mit relativ gut erträglichen schmerzen. Andere Frauen mit einer Rückenmarksanästhesie hatten Probleme mit dem gehen usw..,weil bei der Rückenmarksnarkose Nerven verletzt werden können und da ich selbst Krankenschwester bin,die viele RMAnästhesien bei Untersuchungen gesehen habe mit deren negativen Folgen,war ich wirklich sehr froh über meine Entscheidung. Mein Sohn wog 4,5 kg.
    Ich kann jede Frau verstehen,die bei einer BEL sich zu einem Kaiserschnitt entscheidet.

  14. oh Kim. Ich kann das so nachvollziehen. Ich hatte auch leider einen Kaiserschnitt, Notkaiserschnitt. Erst am nächsten Tag konnte ich mein Kind sehen, da es auf Intensiv lag. Ich wünsche euch 5 alles alles Gute & eine wundervolle Zukunft 😍

  15. Wahnsinn, wie unterschiedlich Kaiserschnitte empfunden werden. Ich hatte nun eine spontane Geburt und einen Kaiserschnitt (auch medizinisch indiziert). Ich habe den Kaiserschnitt allerdings körperlich und psychish wesentlich besser verkraftet als die Spontangeburt, sodass ich bei einem evtl. drittem Kind sogar einen Wunschkaiserschnitt machen würde 🙈

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