U3 Gruppe im Kindergarten – die Eingewöhnung

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Wir kennen die Gruppe schon vom großen Bruder, verstehen uns super mit der Erzieherin und haben eine ziemliche lockere und herzliche Beziehung zu ihr, da sie sogar schon die Erzieherin meines Mannes war. Und er ist immerhin schon 31. Man merkt also, dass selbst Heike, die Erzieherin, sich unglaublich darüber freut jetzt schon das zweite Kind ihres ehemaligen Kindergarten Kindes zu betreuen. Es hat irgendwie was familiäres.
Genau das hat wahrscheinlich auch Mille vom ersten Tag an gemerkt.
Sie war zwar die ersten 3 Tage sehr verhalten, aber das hat sich schnell gebessert.

Am 01.07.2015 haben wir mit der Eingewöhnung begonnen.

Was wir mitbringen sollten:
Eine “ich-Kiste” in der ein Foto Album inklusive Beschriftung der zusehenden Personen, ein Kuscheltier oder ähnliches und einfach etwas persönliches von zuhause ist. Lieblingsbuch, schnuffeltuch, kleiner Ball etc.
Außerdem 2 mal Wechselkleidung, Windeln + Feuchttücher, Wundschutzcreme, Sonnenmilch, ggf Milch, Trinkflasche, Hausschuhe, Matschhose, Schnuller (wenn das Kind einen nimmt) und einen Sonnenhut.
Ich hoffe ich habe jetzt nichts vergessen, ich glaube nicht.

Die erste Woche lief dann erstmal so ab, dass wir gegen 10 Uhr gekommen sind, dann wenn wirklich alle Kinder gebracht wurden und kein morgendlicher Verkehr mehr herrschte.
Ich habe mich an den ersten drei Tagen wirklich aktiv neben Emilia gesetzt, sodass sie keinerlei Bedenken haben musste, dass ich sie alleine lassen könnte.
Sie ist mir auch tatsächlich nicht von der Seite gewichen. Höchstens mal runter von meinem Schoß, aber keine Minute später ist sie schnell wieder in ihren sicheren Hafen zurück gekehrt. Das war auch völlig in Ordnung.
Am vierten und fünften Tag, hat sie sich dann immerhin schon 5-10 Minuten von mir entfernt, hat aber trotzdem noch ziemlich oft meine Nähe gesucht.
Insgesamt waren wir in der ersten Woche an den ersten 3 Tagen eine halbe Stunde dort und an den anderen beiden Tagen Ca. Eine Stunde.

Die 2. Woche hat schon deutlich besser begonnen. Trotz des Wochenendes, konnte ich mich problemlos in der Gruppe auf einen Stuhl am Rand setzen und sie einfach mal lassen.
Und tadaaa, wir waren ganze 2,5 Stunden dort.
Die darauffolgenden 2 Tage ebenfalls.
Sie hat sich immer wieder nach mir umgeschaut. Mal ist sie wieder in meinen Arm gekommen und mal hat ihr der Blick zu mir rüber gereicht. Die Sicherheit, dass Mama noch da ist.
Die anderen 2 Tage haben wir dann sogar um halb 12 das Mittagessen mitgemacht.
Waren also von 9-12 Uhr da.

In der 3. Woche haben wir unseren ersten Trennungsversuch gestartet.
Wir sind um 9 Uhr da gewesen und ich habe mich erstmal wie gewohnt auf den Stuhl gesetzt. Mille musste erst wieder auftauen und als sie richtig schön spielte bin ich zu ihr hin und habe “Tschüss mein Schatz” gesagt, ihr einen Kuss gegeben und zugewunken.
Sie hats einfach null interessiert..
Ich habe mich dann für 15 Minuten auf den Flur draußen gesetzt.

Ab da an haben wir dann Tag für Tag die Trennungsphasen verlängert.
30 Minuten – 45 Minuten – 1 Stunde

Ich saß immer nur im Flur, habe eine Tasse Kaffee bekommen und wäre jederzeit parat gewesen um sie holen zu kommen.

Ich sollte sie dann aber auch immer wieder mit nehmen, obwohl sie super gespielt hat, einfach damit sie nicht erst abgeholt wird, wenn sie weint.
Sie sollte mit einem positives Gefühl nach Hause gehen und wissen, Mama kommt wieder.

In der 4. Woche durfte ich dann nach Hause fahren. Wir wohnen 5km vom Kindergarten entfernt. Ich habe sie um halb 9 gebracht, sie hat dann mit den Kindern gefrühstückt, um 9 Uhr findet der
Morgenkreis statt, in dem gesungen wird und dann wird fleißig gespielt, gekuschelt, gelesen, getobt, gesungen, getanzt und was Kinder noch so alles machen.

Ich bin dann in der Zeit nach Hause gefahren und habe sie nach dem Mittagessen um 12 Uhr abgeholt. Es hat soo fabelhaft funktioniert.
Die komplette vierte Woche ist so verlaufen.

In der 5. Woche haben wir dann den Mittagsschlaf probiert. Nach dem Mittagessen werden die Kinder im Schlafraum hingelegt. Jeder hat einen süßen kleinen Jutebeutel, in den die Kleidung kommt, dann wird sich hingelegt. Geschlafen wird im Body.
Mille hatte an den ersten 3 Tagen große Probleme, sie ist nur auf Heikes Arm eingeschlafen und kaum hat man sie in ihr Bettchen gelegt, weinte sie.
Aber Erzieherinnen wären keine Erzieherinnen wenn sie diese Situationen nicht meistern würden 🙂
Am vierten Tag hat es dann super geklappt.
Die Kinder schlafen dort zwischen 30 Minuten und 2 Stunden. Kommt immer aufs Kind an.
Ich bin dann um 13 Uhr gekommen und habe teilweise noch ein paar Minuten einfach gewartet, bis sie wach wurde.
Es war also jedesmal schön für sie aufzuwachen und sofort Mama zu sehen.

Und schon war die 5. Woche rum..

In der 6. Woche hat es dann geklappt, dass sie vormittags dageblieben ist, Mittag gegessen hat, ihren Mittagsschlaf hatte und anschließend noch 2 Stunden gespielt hat.

EINGEWÖHNUNG GESCHAFFT!

Sie bleibt mehr als zufrieden von 8.30 – 15 Uhr im Kindergarten. Manchmal auch von 7.30 oder bis 16 Uhr. Das variiert je nach dem wie wir arbeiten.

Das schöne bei der Eingewöhnung ist, dass man sieht wie der Tagesablauf im Kindergarten ist. Man sieht wie die Erzieherinnen mit den Kindern umgehen, man lernt den Rhythmus kennen. Man sieht wie das Mittagessen abläuft, was beim Morgenkreis passiert und wie die Kinder spielen.
Es ist wunderschön zu wissen, wohin man sein Kind gibt und wie wohl es sich fühlt.
Das gute Verhältnis zu unserer lieben Heike macht es natürlich noch besser.

Normalerweise gibt es bei uns immer eine Erzieherin die die Eingewöhnung für ein Kind übernimmt. Damit das Kind einen Anlaufstelle hat. Aber bei Mille war es einfach nicht nötig. Sie ist zu allen hingekrabbelt und fühlt sich überall wohl 🙂

 

 

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2 Comments
  • Avatar
    keinnamen
    November 23, 2015

    Toller Post, genau das habe ich gerade gebraucht, da es bei uns bald auch so weit ist, bin ja gespannt, ob es so gut klappt wie bei euch.

  • Avatar
    Heike
    April 11, 2017

    Liebe Kim ,ich freue mich sehr ,dass es euch beiden in der Eingwöhnung so gut erging . Genau das ist es ,worin wir unsere Aufgabe sehen . Ihr sollt euch wohlfühlen dürfen . Du mit der Gewissheit , Mille geht es gut um beruhigt deine Ausbildung beenden zu könnrn und Mille das sie mutig ,selbstbewusst und voller Freude das Leben entdecken kann .Eure Heike